veröffentlicht am 13. Mai 2016 in Allgemein von

Auffälliges Verhalten – Fischkrankheiten & falsche Aquarienpflege

Wie wir Menschen können auch ihre Fische im Aquarium krank werden.
Auslöser dieser Fischkrankheiten können die falsche Aquarienpflege sein sowie eingeschleppte Keime und Bakterien, welche zum Beispiel durch Lebendfutter übertragen werden können. Mehr Informationen zu den verschiedenen Futterarten gibt’s übrigens hier.

Damit Sie Fischkrankheiten schnellstmöglich erkennen und dementsprechend behandeln können, informieren wir Sie in diesem Artikel über auffällige Verhaltensweisen und Symptome kranker Fische und die verschiedenen Fischkrankheiten.
Natürlich inklusive Behandlungsmethoden.

 

Das Schnappen nach Luft an der Oberfläche

Sollten ihre Fische an der Oberfläche nach Luft schnappen ist ihr Aquarienwasser nicht sauerstoffreich genug.

Entweder Sie haben ihr Aquarium mit zu vielen Fischen besetzt, die Heizung ist defekt oder es sind Faulstellen im Bodensubstrat zu finden.
Stellen Sie sicher, dass die kompletten technischen Geräte sowie das Becken selbst in Ordnung sind.
Nehmen Sie auch einen Wasserwechsel vor, bei dem in diesem Fall bis zu 90% frisches Wasser ins Aquarium gelangen sollte.

 

Ihre Fische versuchen aus dem Aquarium zu springen

Meistens ist bei diesem Verhalten die Wasserqualität zu schlecht für die Tiere.
Prüfen und informieren Sie sich über die optimalen Wasserwerte wie den pH-Wert, die Wasserhärte oder den CO2-Wert.

 

Die Fische rupfen Pflanzen aus

Bei diesem Verhalten können Sie beruhigt sein. Dies deutet nicht auf Fischkrankheiten hin, sondern ist ein typisches Laichverhalten der Fische. Diese sind dann nämlich gerade daran sich ein Nest mit Pflanzenmaterial zu bauen.

 

Fischkrankheiten – trennen Sie kranke Fische

Sollten Sie Auffälligkeiten bei ihren Fischen erkennen die nicht normal sind, sollten Sie recht schnell darauf reagieren indem Sie ihren tierischen Patient von den anderen Tieren trennen.
So können Sie verhindern, dass sich andere Fische anstecken und sich die Krankheit im kompletten Aquarium ausbreitet.

 

Vermeiden Sie Fischkrankheiten – Vorsorge treffen!

Fische sind genau so wie die Menschen anfälliger für Krankheiten wenn sie gestresst sind.
Treffen Sie also Vorsorge, sodass ihre Fische erst gar nicht krank werden.

Folgende Stressfaktoren sollten daher unbedingt vermieden werden.

  • Überbesetzung des Aquariums
  • große Temperaturschwankungen
  • schlechte Wasserqualität
  • unverträgliche Tierarten in ein und dasselbe Becken setzen
  • zu einseitige Ernährung

 

 

Die häufigsten Fischkrankheiten auf einen Blick

 

Symptome Möglicher Befund Behandlung
- weiße Punkte auf dem Körper des Fisches
- Heftige Atmung
- Scheuern an Gegenständen
Pünktchenkrankheit
- Das schmarotzende Wimperntierchen wird durch Lebendfutter oder neue Fische eingeschleppt und nistet sich auf der Haut ein
- malachitgrünoxalathaltige Medikamente
- große Ansteckungsgefahr der anderen Fische
- alle Fische behandeln
- wenn vorhanden, Aktivkohlefilter entfernen
- viele kleine Pünktchen auf dem Fisch
- weißlich/gelblicher Belag
- Körper glänzt stark
- Heftige Atmung
- Einziehen der Flossen
Samtkrankheit
- Geißeltierchen nistet sich auf Haut und Kiemen ein
- Kann durch neue Fische eingeschleppt werden
- kupferhaltiges Medikament
- Vor Behandlung, Fisch von den anderen trennen
- Scheuerung an Gegenständen
- abstehende Kiemendeckel
- häufiges und starkes Schlucken
Kiemen-Hautwürmer, setzen sich in den Kiemen fest - Besuch beim Tierarzt notwendig
- Fischkörper ist stark aufgebläht
- ungewöhnlich große Augen
Bauchwassersucht - Fisch sofort isolieren
- furazolidonhaltiges Medikament
- hohe Sterberate
- Tötung des Fisch mit Nelkenöl erspart ihm die Leiden
- Flossen sind zerfranst
- Kiemendeckel stehen ab
- Scheuern an Gegenständen
Bakterielle Flossenfäule - Fisch isolieren
- Medikamente im Fachhandel erhältlich
- Wasser im Isolierbecken häufig wechseln
- Zugabe von vitaminhaltigem Futter
- dunkle Körperfärbung
- Fisch ist sehr mager
- kleine Löcher im Kopfbereich
Lochkrankheit - Ursache ist meist ein Vitaminmangel
- Fütterung mit vielen Nährstoffen
- Vitaminfutter
- wattebauschähnlicher, weißer, brauner oder grüner Belag bedeckt Teile vom Fisch Pilzbefall
- Meist verursacht durch schwache Schleimhäute oder äußere Verletzungen
- Wasserwechsel von etwa 50%
- evtl. kann Temperaturerhöhung helfen
- Kochsalzbäder
- Medikamente sollten im Fachhandel erhältlich sein
- Behandlung des Tieres in einem Quarantänebecken

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Ein Kommentar

Hallo Jan,

tolle Info. Mir gefällt vor allem die übersichtliche Tabelle. Wichtig ist auch bei Krankheiten, die sich über das Wasser übertragen nicht nur den Fisch, sondern das Aquarium zu behandeln. Wenn Aquarianer die Fische isolieren, dann vergessen sie häufig auch das Aquarium mit Medikamenten zu behandeln und behandeln nur den erkrankten Fisch. Die Sporen im Aquarium bleiben dabei unbehelligt.

Schöne Grüße

Andy