Das Fischfutter – So viel Auswahl!

Futter ist nicht gleich Futter wie viele Neulinge im Bereich der Aquaristik vielleicht denken.
Ganze vier verschiedene Arten von Fischfutter gilt es zu unterscheiden.

  1. Lebendfutter
  2. Frostfutter
  3. Trockenfutter
  4. Nahrung aus unserer Küche

 

1. Fischfutter – Lebendfutter

Lebendfutter hat viele positive aber auch einige negative Eigenschaften.
Der wohl größte Vorteil von Lebendfutter im Vergleich zu den anderen Futtertypen ist der hohe Gehalt an Nährstoffen im Futter.
Das Lebendfutter kann auch als natürliches Futter bezeichnet werden.
Die Fische sind von Natur aus darauf gepolt, dass ihre Beute lebt, zumindest der nicht pflanzliche Teil ihrer Nahrung.
Somit stellt das Lebendfutter die Situation der Fische, was die Nahrungsaufnahme betrifft,  in freier Wildbahn so gut wie eins zu eins nach.

Der gravierende Nachteil dieses Futtertyps ist allerdings die relativ hohe Gefahr, dass dadurch Krankheitserreger ins Aquarienwasser gelangen und sich dort ausbreiten können.
Einen Überblick über die häufigsten Fischkrankheiten und deren Behandlung findest du hier.

Auch das Finden und Fangen von Lebendfutter ist nicht gerade einfach.
Informieren Sie sich im Vorfeld zuerst genau darüber, welche Tiere die eigenen Fische überhaupt essen.
Außerdem ist diese Methode der Futterbeschaffung sehr zeitaufwendig.

Überlegen Sie sich also genau ob Sie sich die Mühe machen möchten und auch das Risiko eingehen möchten, Lebendfutter an ihre Fische zu verfüttern.
Die Entscheidung liegt hier ganz bei ihnen.
Ihre Fische würden sich sicherlich freuen.

 

2. Fischfutter – Frostfutter

Frostfutter ist die Lösung für alle Aquarienbesitzer die ihren Fischen gerne mit Lebendfutter eine Freude bereiten möchten jedoch Angst davor haben, dass Krankheitserreger ins Wasser gelangen könnten.

Dieser Futtertyp enthält fast genau so viele Nährstoffe wie das lebendige Futter, jedoch sind hier eventuelle Krankheitserreger bereits bei der Herstellung abgetötet worden.
Frostfutter ist nichts anderes als schockgefrostetes Lebendfutter.

Bewahren Sie Frostfutter immer im Gefrierfach auf, damit es nicht vorzeitig auftaut.
Bevor Sie die gefrorenen Futterstücke verfüttern, legen Sie ein Stück in einen Sieb und diesen dann wiederum in warmes Wasser.
Nach einer Weile ist das Futter aufgetaut und bereit für ihre hungrigen Fische.

Wichtig! Gehen Sie unbedingt sparsam mit dem Futter um.
Fische können mehrere Tage (bis zu 8 Tage) ohne Futter auskommen.
Wenn Sie die optimale Dossierung nicht kennen ist besonders als Anfänger in der Aquaristik einmal zu wenig Futter besser als zu viel.
Geben Sie niemals noch gefrorene Stücke ins Aquarium. Fische überfressen sich leicht, was zu erheblichen Gesundheitsschäden bis hin zum Tod führen kann.

 

3. Fischfutter – Trockenfutter

Der wohl beliebteste Futtertyp ist das sogenannte Trockenfutter.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Es ist in jedem Fachgeschäft zu finden sowie einfach, schnell und unkompliziert zu dossieren.

Trockenfutter ist empfindlicher als es vielleicht scheint, weshalb die richtige Lagerung auch sehr wichtig ist um die Qualität des Futters zu erhalten.
Lagern Sie das Trockenfutter an einem schattigen und trockenen Platz.
Der direkte Kontakt mit Wasser sollte unbedingt vermieden werden, ansonsten kann es zur Schimmelbildung kommen und das Futter kann natürlich nicht mehr verwendet werden.

Das Trockenfutter ist in 3 weitere Unterarten zu unterteilen.
Man unterscheidet Flockenfutter, Granulat und Futtertabletten.

Das Flockenfutter sollte mehrmals am Tag in kleinen Portionen verfüttert werden und eignet sich für Fische, die sowohl nahe der Oberfläche als auch am Bodengrund leben, sehr gut.

Für Fische der mittleren Wasserschichten eignet sich besonders das Granulat.
Futtertabletten sind relativ schwer und sinken schnell zu Boden.
Füttern Sie damit Fischarten, die sich hauptsächlich am Boden des Aquariums aufhalten.

Wichtig! Der Grundbedarf ihrer Fische kann mit Trockenfutter gedeckt werden.
Eine Kombination mit Frostfutter oder gegebenenfalls Lebendfutter sorgt zusätzlich dafür, dass die Tiere mit genügend Nährstoffen versorgt sind.

 

4. Fischfutter – Nahrung aus unserer Küche

Auch Nahrung die wir Menschen essen sind bei Fischen oft sehr willkommen.

So eignen sich für Pflanzenfresser zum Beispiel Spinat- oder Salatblätter als Futter.
Ebenso dünne Gurken-, Karotten-, Kartoffel- und Zucchinischeiben essen die meisten Fische.

Auch Erbsen, welche Sie zuvor leicht eindrücken sollten, eignen sich gut als Fischfutter.

Wichtig! Entfernen Sie nach der Fütterung überschüssige Futterreste wieder aus dem Becken um das Faulen dieser zu verhindern.

 

Füttern der Fische – wo, wie und wann?

  • Achten Sie auf einen abwechslungsreichen Futterplan (Frostfutter, Trockenfutter, Nahrung aus unserer Küche)
  • Verwenden Sie am besten einen Dosierlöffel
  • Verteilen Sie das Futter abwechselnd an verschiedenen Stellen des Aquariums. Somit ist insgesamt eine gleichmäßige Verteilung sichergestellt.
  • Fische überfressen sich relativ schnell. Gehen Sie sparsam mit dem Futter um und füttern Sie ihre Fische lieber mehrmals am Tag mit wenig Futter als einmal mit einer großen Menge.
  • Etwa spätestens eine Stunde bevor Sie abends das Licht im Aquarium abschalten, sollte die letzte Fütterung stattfinden.

 

Auch noch wichtig zu wissen!

  • Der Filter sollte ausgeschaltet sein während ihre Tiere gefüttert werden. Dieser kann ansonsten Futter einsaugen und verstopfen.
  • Ein Tag pro Woche an dem ihre Fische überhaupt kein Futter von ihnen bekommen fördert die Vitalität der Tiere.
    Diese bewegen sich dann mehr, suchen den Boden nach Futterresten ab und reinigen somit nebenbei auch noch das Aquarium.

 

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